Addicted to Aphorisms

by artmossfear

Archiv für Januar, 2011

Own Thoughts & Aphorisms

Der Bildhauer – Schöpfer seiner Selbst
„Jeder Mensch hat ohne künstliche Bildung etwas Rohes und bedarf in jeder Art von Vollkommenheit der Politur.“*

Der Prozess einer bildhauerischen Schöpfung – vom ersten intuitiven Hieb bis hin zum behutsamen bewussten Feinschliff – führt unmittelbar zur Vollendung einer Form, deren Wahrhaftigkeit in der Nuancierung ihrer Facetten liegt.

Anmutig, beobachtend, couragiert, demütig, enthusiastisch, fieberhaft, gefühlvoll, hoffnungsvoll, inbrünstig, jauchzend, kämpferisch, liebevoll, mutig, narzisstisch, observierend, prüfend, qualvoll, respektvoll, selbstkritisch, tapfer, unermüdlich, vergnügt, willensstark und zweifelnd, begibt sich der Bildhauer auf die Suche nach der wahren Form seiner Schöpfung; seiner Selbst.

Voller Hingabe, beginnt er zu hämmern, zu meißeln, zu schleifen, zu polieren – an mancher Stelle mit selbstverständlicher Leichtigkeit, an anderer Stelle mit bedachtsamer Skepsis. Wohlwissend, dass die ursprüngliche Materie von unterschiedlicher Natur entstammt und stets anderes Geschick und Intensität von ihm abverlangt. Variationsmöglichkeiten und Verwandlung werden zur Qual und zur Erlösung zugleich.

Das Ringen um die wahrhafte Kontur, stellt den Schöpfer seiner Selbst wiederholt vor die Frage, ob nicht der Verzicht auf ein Detail, von welchem er anfänglich meinte, es sei von konstitutiven Bestand, durchaus auch ein Gewinn für die Schöpfung seiner Selbst sein könne. Er schenkt den einzigartigen Einzelheiten seine konzentrierte Aufmerksamkeit, akzentuiert diese, um seiner Selbst Individualität zu verleihen.

Naht sich der Augenblick, in welchem der Schöpfer vermutet, er habe seiner Selbst gefunden, so zeigt ihm die Distanz – das von außen und von allen Seiten betrachten – inwieweit er noch Korrekturen zu tätigen hat.

Körperhaltung, Ausdruck, Mimik, Gestik und das vermeintlich gesprochene Wort vermögen sukzessiv nach außen hin das auszudrücken, was der Schöpfer seiner Selbst von innen heraus auszustrahlen wünscht. Die Vollkommenheit ist für ihn erlangt, wenn sich der Kern der Materie mit den Ecken und Kanten seiner Oberfläche versöhnt und seine Aura mit dem sichtbaren Volumen der Schöpfung harmonisiert.

Atmung haucht der körperlichen Erscheinung Leben ein. Bewegung ermöglicht den Ausdruck von Gefühlen. Laute verleihen dem Antlitz Stimme. Sprache erlaubt die Mitteilung von Bedürfnissen. Nur die Gedanken bleiben das Geheimnis seiner Selbst. Lediglich im geschrieben Wort toben sie über das Blatt Papier.

(*Baltasar Gracián: Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit, geschrieben 1653,
1832 übertragen von Arthur Schopenhauer, S. 15)

Fuchsiges Gedicht
Alt sahst du aus.
Unreif hast Du Dich benommen.
Unsicher gewirkt.
Die Augen leer.
Das Gesicht nichtsaussagend.
Die Bewegungen unehrlich.
Verkümmert.
Mitleidserregend.
Den Charme an der Garderobe abgelegt.
Den Elan im Kühlschrank gelagert.
Die Ausstrahlung in den Papierkorb geworfen.
Das Selbstbewusstsein zum Einkaufen geschickt.
Dirigiert von Deiner Umwelt.
Kontrolliert von einer Illusion.
Ein Wink. Bon Voyage!

Das Repertoire an Emotionen wurde uns gegeben,
um es grenzenlos zu spüren und zu erleben.
Nur wer fühlt, lebt!

Erkenntnisse sind schwer verdaulich, aber sie füttern den Charakter.

Begegnest Du einem Gleichgesinnten, den Du meinst zu lieben, weil er genauso verrückt tickt und verquert denkt wie Du, dann sollte es in einem Stadium stattfinden, in welchem beide sich dessen bewußt sind und damit umzugehen wissen.

Die Welt ist so voller Unfassbarkeiten, dass mir ganz schwindelig wird. Doch Schwindeleien verschwinden.

Nichts als Gespenster I
einseitige begegnung – geduldete sehnsucht – unerfüllte begierde – getäuschte wahrheit

Nichts als Gespenster II
trunkene geborgenheit – verlogene empathie – melancholische freude – einengende freiheit

Die Langeweile von Normalitäten stürzte mich in den Strudel von Absurditäten.

Lebe und erlebe Deine Jugend so, dass Du später Deinen Kindern was zu erzählen hast.

Es gibt keine dummen Fragen, aber es gibt Fragen, die man selber beantworten kann.

Du brauchst mich nicht. Ich brauche Dich nicht. Wir brauchen einander nicht.

Niemand ist perfekt. Aber man kann versuchen perfekt zu sein.

Manchmal ist man zum falschen Zeitpunkt im falschen Alter.

Let’s dive in some crazyness!

Sometimes distance hurts, but also helps.

Rakish Shortcuts 2011 (English/German)

ENGLISH

Dance is your pulse, your heartbeat, your breathing. It’s the rhythm of your life. It’s the expression in time and movement, in happiness, joy, sadness and envy.
(Jacques D’Amboise)

I am the master of my fate.
I am the captain of my soul.
(William Ernest Henley)

In three words I can sum up everything I’ve learned about life: ‘It goes on’.
(Robert Frost)

Whatever happens in the world is real, what one thinks should have happened is projection. We suffer more from our fictitious illusion and expectations of reality.
(Jacques Fresco)

‘Do you like music?’ – ‘Honey, I live music!’
(Dance on Glas-Mix)

There’s some live you live and some you leave behind you.
(Anonymous)

If you can dream it, you can do it.
(Walt Disney)

The Three A’s of Awesome:
Attitude, Awareness & Authenticity.
(Neil Pasricha)

Doing the right things and doing things right.
(K.A., fischerAppelt)

Life is about not knowing, having to change, taking the moment and making the best of it, without knowing what’s going to happen next.
(Gilda Radner)

This story is about a little wave, bobbing along in the ocean, having a grand old time. He’s enjoying the wind and the fresh air – until he notices the other waves in front of him, crashing against the shore. ‘My God, this is terrible’, the wave says. ‘Look what’s going to happen to me!’ Then along comes another wave. It sees the first wave, looking grim, and it says to him, ‘why do you look so sad?’
The first wave says: ‘You don’t understand! We’re all going to crash! All of us waves are going to be nothing! Isn’t it terrible?’
The second wave says: ‘No, you don’t understand. You’re not a wave, you’re part of the ocean.’
(Morrie’s Aphorisms)

GERMAN

Um eins mit einem geliebten Menschen werden zu können, muß jemand das Gefühl haben, vom anderen getrennt zu sein, um gleichzeitig sich mit ihm verbinden zu können.
(Manfred Cierpka)

Ein starker Gedanke teilt auch dem, der anderer Meinung ist, von seiner Kraft etwas mit.
(Marcel Proust)

Gib mir Gehör, und ich werde dir Stimme geben.
(Khalil Gibran)

Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu springen. Auch wenn wir in dieselben Flüsse steigen, fließt immer anderes Wasser herbei.
(Heraklit)

Die Welt wird sich verändern, aber Ideen werden uns nie ausgehen.
(L.B.)

Die Demut des Herzens verlangt nicht, daß du dich demütigen, sondern daß du dich öffnen sollst. Das ist der Schlüssel des Austausches. Nur dann kannst du geben und empfangen.
(Antoine de Saint-Exupéry)

Die berühmten Umwege kenn ich, aber manchmal braucht es sie, um zu verstehen, dass der Anfang garnicht so schlecht war.
(Anonym)

Die Musik löst alle Rätsel des Daseins.
(Leo N. Tolstoi)

“Langweilst du dich?”
“Nein nein, aber ich denke daran…ich kann an nichts anderes denken!”
“Ich werde mit dir zum tanzen fahren.”
“Zum tanzen…sicher!?”
“Ja! Da musst du hin…unbedingt!
Das Herz eines Menschen ist wie ein Vogel der im Käfig eingesperrt ist! … Wenn du tanzt, dann singt dein Herz…und steigt zum Himmel!”
(Éric-Emmanuel Schmitt)

Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.
(Friedrich Nietzsche)

Wir müssen das, was wir denken, auch sagen. Wir müssen das, was wir sagen, auch tun. Wir müssen, das wir tun, auch sein.
(Alfred Herrhausen)

Enttäuschung ist das Ergebnis falscher Erwartungen.
(Andreas Tenzer)

Es geht nicht darum, was ihr sucht, es geht darum, was ihr findet.
(René Pollesch)

Anfangs wollt ich fast verzagen, und ich glaubt, ich trüg es nie;
Und ich hab es doch getragen – aber fragt mich nur nicht, wie?
(Heinrich Heine)

Mag man den Menschen für noch so egoistisch halten, es liegen doch offenbar gewisse Prinzipien in seiner Natur, die ihn dazu bestimmen, an dem Schicksal anderer Anteil zu nehmen, und die ihm selbst die Glückseligkeit dieser anderen zum Bedürfnis machen, obgleich er keinen anderen Vorteil daraus zieht als das Vergnügen, Zeuge davon zu sein.
(Adam Smith)

Weisheit ist nicht mitteilbar. Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit.
(Hermann Hesse)

Um sich miteinander zu verständigen, muß man nicht nur auf den Sprecher hören, sondern auf den Akt des Zuhörens selbst.
(Krishnamurti)

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